tägliches literarisches Blogjournal mit Lyrik und Prosa
Einst sah ich meine Hände Dein Haar öffnen. Ich tauchte mein Gesicht in diese seidigen Längen, die immer länger, immer dichter wurden, bis sie uns gleich einem Kokon gänzlich und fest umschlungen hatten. In ihm ein metamorphosisches Eins-werden, aus dem...
Post lesenLiegend auf dem Rücken-ich, die Arme ausgebreitet wie Schwingen, die Beine geschlossen- verliebt, verzaubert, verrückt, verschossen. Sitzend auf mir- Du, die Haare zerzaust- Löwenmähnen gleich, die Beine gespreizt- versunken, trunken, verrückt, gereizt....
Post lesenDu bist eine hässliche Eule, sprach der Uhu … und lachte leise. Was Menschen alles glauben. Sie kennen dich nicht. Dann, wie allnächtlich, liebte er sie. Slov ant Gali
Post lesenv erlegen ließest du mein licht an dein sonst verhülltes gabst mir deine flecken preis und deine ängste mit geschlossenen lidern findet meine netzhaut in dir einen orchideenstrauß dein tau erweckt selbst schwarze sonnen zum funkeln Slov ant Gali
Post lesenKamikaze-Regentropfen stürzen auf längst gefallene Blätter- ein feuchter, bunter Teppich zu Füßen der sommermüden Bäume, den der Wind gewebt. Nur zwei Blätter noch wollen sich vom Ast nicht trennen, sind nicht für den Asphalt bestimmt. Sie tragen unsere...
Post lesenSie ging im Walde so für sich hin – das Pilze suchen war ihr Sinn. Da sah sie – oh wie schön – nen Jüngling, lieb, am Wegrand stehn. Der schien ihr wie ein Frühlingshauch… und Pilze suchen wollt er auch. Hey, rief sie gleich, wie ist das fein, am besten...
Post lesenWir sind zwei Ufer eines Flusses: gleich an Substanz und doch nicht beieinander, solang durch uns das Leben fließt. Erst dann, wenn uns das Wellenspiel nicht mehr formen kann, ausgedörrt bis auf den Grund, rutschen wir, dem Ruf des Windes folgend, der...
Post lesenIn Deinen Augen sehe ich das leise Plätschern des Baches, dem der müde Wanderer folgt, unter Bäumen, die gigantisch, gleich Ozeanen nur den stärksten Strahlen der Sonne- schimmernd das Dunkel der Tiefe verraten. In deinen Augen sehe ich das Läuten ferner...
Post lesenWill mich dieser Liebe fügen, die mich fest gefangen hält, ohne Selbstbetrug und Lügen, die glücklich macht und zugleich quält. Will Dir ganz verfallen sein, mit allem, was ich eben bin, denn Du, Geliebte, Du allein gibst meinem Leben seinen Sinn. Ricardo...
Post lesenMein Atem wird in Scheiben geschnitten, die dünner und dünner werden- gleich Blättern aus Papier. Die Worte, die ich in den Septemberwind sprach, trägt dieser dann spielend zu Dir. Wenn Du schläfst und der Wind lässt nach, landen Sie auf Deiner nackten...
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