tägliches literarisches Blogjournal mit Lyrik und Prosa
Sie ging im Walde so für sich hin –
das Pilze suchen war ihr Sinn.
Da sah sie – oh wie schön –
nen Jüngling, lieb, am Wegrand stehn.
Der schien ihr wie ein Frühlingshauch…
und Pilze suchen wollt er auch.
Hey, rief sie gleich, wie ist das fein,
am besten sucht es sich zu zwein.
Zur Krausen Glucke mich zu bücken
verschieb ich, deinen Stiel zu pflücken.
Das war sehr plump, so sagt´ er dann,
dass sie bei ihm nicht landen kann.
Doch wieder kam Herr Goethe ins Spiel –
einzig Beharrlichkeit führet ans Ziel -
Dein bestes Stück, es ist nicht alt,
und bist du nicht willig, pflück ich´s mit Gewalt.
Sie raubt nen Kuss, schon kommt ein zweiter,
Die Jeans im Gras… gleich pellt sie weiter.
Noch wehrt er sich,
doch wird schon schwach –
das schrillt der Wecker
und sie wird wach.
Slov ant Gali
PS: Das Gedicht ist im Buch enthalten - schließlich sollte es nicht nur pathetisch "liebevoll" sein...