tägliches literarisches Blogjournal mit Lyrik und Prosa
Vera Oelmann war mit ihrer poetischen Prosa "Der Feind ist jung und schön" beim Wettbewerb zur Friedenslesung 2007 und jetzt bei beim "Friedenstext des Monats" dabei 3333333333333333333333333333333333333333333333333333 Hans Sonntag "Entführte Steine"...
Moshe Sala Chazara möchte mit "Im KZ" beim Wettbewerb um den "Friedenstext des Monats" dabei sein 3333333333333333333333333333333333333333333333333333 Gunda Jaron stellt "Aber noch kann ich nicht weinen" zur Diskussion (nicht zur Friedensbibliothek) 33333333333333333333333333333333333333333333333333...
Stumm starrt die Frau auf das Schild. Dr. S. , liest sie. Sie liest es wieder und wieder. Was hat er gesagt? Das Herz. Es hatte schon ausgesetzt. Wir konnten reanimieren, aber es ist sehr schwach. Beim nächsten Mal ... ? Sie schweigt. Ich greife nach...
Catharina Glowania (18 Jahre) beteiligte sich mit "Ewige Frage" an der Friedenslesung 2007. Nun startet dieser Text im Wettbewerb um den "Friedenstext des Monats" 3333333333333333333333333333333333333333333333333333 Sven Andre Dreyer: "Bodennebelmorgen...
I ch öffne sacht die Augen und sehe mich um. Bodennebel auf den Feldern, in der Ferne bellt ein Hund. Tief in einem Traum gefangen Liegt sie neben mir. Der Tag hat bereits begonnen, doch die Sonne hat verschlafen. Sanft muss ich sie wecken; du verschläfst...
Waltraut Käß beteiligte sich mit "Eine Kartoffel" an der Friedenslesung 2007. Nun startet dieser Text im Wettbewerb um den "Friedenstext des Monats" 3333333333333333333333333333333333333333333333333333 Reiner Wedler: "Blinder Punkt " aus "Notwendigkeit",...
Michael Meinicke beteiligte sich mit der Kurzprosa "Die Ameise" an der Friedenslesung 2007. Nun startet dieser Text im Wettbewerb um den "Friedenstext des Monats" 3333333333333333333333333333333333333333333333333333 Marko Ferst: " Ohne Namen " Gedicht...
Stella Adami beteiligte sich 16jährig mit "Letzte Meldung eines Soldaten" an der Friedenslesung 2007. Nun startet dieser Text im Wettbewerb um den "Friedenstext des Monats" 3333333333333333333333333333333333333333333333333333 Jürgen von Stenglin: " Ziele...
W er sagt denn, dass die Wahrheit nicht auf dem Wühltisch liegt, dass der Kitsch nicht die pure Schönheit zeigt, dass der Weg ins Paradies nicht über den Stau führt? W er sagt denn, dass im Gefühl der Massen nicht Moral zu begründen wäre, dass ständiger...
Morgen schon werden alle Sorgen verfliegen. Um dich herum alles sanft und weich wie dieser Glockenklang. Verflogen die Furcht stark wirst du sein und so sicher die süßen Erinnerungen und dieser Glockenklang. Vertrieben die Gespenster nur helles Licht...
Eva Schwarz aus "Die andere Seite der Nacht " Reihe: Lyrik & Prosa im cenarius Verlag Hagen 3333333333333333333333333333333333333333333333333333 Norbert Rheindorf: "Blöße" aus "Notwendigkeit", Anthologie des Cenarius-Verlags Hagen 33333333333333333333333333333333333333333333333333...
S chuld ist mühsam Last in verbleibender Zeit, ohne wärmende Worte in kälter werdender Jahreszeit S chuld haben ist zweifaches Erwachen in Not und Scham, schuldig bleiben angstvolles Verharren in Starrheit. S chuld ist die letzte Last, die auf unserer...
U mlaubt vom Laternenlicht liegt unser Schatten einem Taubenkörper zur Mittags Stunde gleich auf dem Pflaster. Würden wir uns einflechten in den Handschlag der Liebe Würde ich auch bereit sein Deine Arme über meine Schultern wehen zu lassen. Und Du –...
Petra holte den Wagenheber aus dem Kofferraum und warf ihn mit voller Wucht in das Schaufenster. Sie griff nach der nächstbesten Gitarre und raste mit ihr durch das glücklicherweise verkehrsarme Viertel zurück ins Labor. Erst als sie an der Sicherheitstür...
Reiner Wedler: Blinder Punkt Lyrik aus aus Anthologie "Notwendigkeit", Cenarius-Verlag, Hagen 3333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333 Rainer Richtenberg: Platz – Halter Lyrik 333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333333...
Schwarze, rauchige Luft, Berserkeratem über der Stadt. Ich, Tochter gefallner, lichtblinder Propheten, verirr mich in Sagenhaft goldigen Blechhimmeln. Abscheu vor lilafremder Sonne. Ich wasch mir die Hände mit Sand Aus dem Stadtpark. Aus dem Stadtpark...
8/2004 Schwarze Plage Ein letztes Mal erholten sich die Wälder er hatte seine Schrift diktiert quer durch Europa Flöhe und Ratten wirkten als Strafe Gottes sie forderten Tribut um Tribut Die schwarze Luft eine apokalyptische Botschaft die Dorf um Dorf...
Licht sein, das andere Licht, Licht gegen Finsternis, rollendes Dunkel. Zu Zärtlichkeit sagen können: Du bist zärtlich. Zerrissen Meine Stimme, müd bin ich, Ich greife in kühles Wasser. Tropfen um Tropfen von weißester Weiße Netzen die Finger. Heilende...
Jule flüsterte: „Spiel weiter! Bitte, spiel weiter!“ Ich schaute sie zweifelnd an. „Du meinst wirklich, ich …?“ „ Was denn sonst?“ Hektisch versuchte ich eine neue Melodie zu improvisieren. Es wollte einfach nicht gelingen. Mein Lied war weg! Ich rang...
Die ersten Tröpfchen waren auf einen halben Meter heran. Zu Jule vielleicht einen Meter mehr. Was sang ich da nur für einen Quatsch? „ Weißt du, ist das nicht schön? Da ist der Tod. Wir könn ihn sehen, nicht verstehen. Unser irdisch Jammertal war einmal....
„ Die kreisen über dem Katastrophengebiet. Wär ja möglich, dass Verrückte sich freiwillig in Gefahr bringen.“ Ich schmunzelte, stieß Jule in die Seite. Aber die ließ sich einfach nicht aufmuntern. Glaubte die wirklich, ich hatte keine Angst? Wir waren...
Jule war tatsächlich unschlüssig stehen geblieben. Schwankte, ob sie weiter mitgehen soll. Sah sich suchend um. Gerade in diesem Moment war weit und breit kein Mensch zu sehen außer mir. Ich war nun schon fast 50 Meter weiter und tat so, als interessierte...
Trotz all dieser Ereignisse geht Khalid weiter zum Rudern. Er strengt sich noch mehr an, pullt noch härter und geht immer weiter an seine Grenzen. Zur Baracke hat er es jetzt sogar näher, als vom Haus seines Vaters aus. Bei Omar zu wohnen ist eigentlich...
2. Der nächste Tag, in der Trainingsbaracke. Die Boote kommen nicht! Mohammed erwartet Khalid mit fassungslosem Gesicht auf dem Ergometer. Die Boote kommen nicht über die Grenze, weil es Differenzen wegen der Papiere gibt und weil die Boote möglicherweise...
Zu Beginn hatte Khalid keine Kraft. Sein Körper, seine Bewegungen und auch sein Kopf waren verkümmert. Er hatte meist zu Hause gesessen, vor dem Fernseher, seit sein Vater, Abu Khalid, über den ganzen Konflikt trübsinnig geworden war und sich völlig zurückgezogen...