tägliches literarisches Blogjournal mit Lyrik und Prosa
Still. Stille.
Was still? Nicht der Säer des Van Gogh
An der Wand. Er schreit. Ums Leben,
Verflucht, in diesem Leben.
Die Zeitung, auch sie.
Einziger Schrei. Das Fenster reißt
Das Maul auf, die Türen.
Die Straße: Gebrüll.
Sogar die Rose verliert
Ihr Blütenblatt mit Gestöhn.
In diesem Moment der Himmel ächzt
Unterm Aeroplan.
Mein Ohr, mein Leib haben sich daran
Gewöhnt. Taub bin ich, fress
Ohropax, inwändig Kolophonium,
Friedhofsgelärm, Staub. Aber still.
Hanna Fleiß