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tägliches literarisches Blogjournal mit Lyrik und Prosa

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J.B. Deluder: Die Kronkorken-Verschwörung (7.FortsetzunG)

 „Gemach, mein Lieber, noch sind wir nicht am Ziel, aber wir werden diese Menschenwelt übernehmen. Nichts mehr wird sein, wie es einmal war. Der „Trunk des Vergessens” wird zubereitet und mein naiver dummer Mann wird ihn auf Flaschen abfüllen.“

„Meint Ihr, dieser Wolf Bulder wird den Plan nicht durchschauen?“

„Ich habe ihm meinen nackten Fuß gezeigt. Wenn es so weit ist, wird es das letzte sein, was er zu sehen bekommt. Und er wird kommen. So wahr ich hier sitze.“

„Wahrhaft, ein teuflisch guter Plan.“

Mit einer Handbewegung brachte die Elfin den Ritter zum Schweigen.

„Erwähnt nicht den Namen von solch einem Versager. Sobald wir die Energiekonzerne übernommen haben, wird sich das Großmaul an seiner Nebenkostenabrechnung verschlucken. So wahr ich Al-Gal-Ha heiße! Dann wird

Vergil recht haben, in der Hölle ist es arschkalt.“


Bernie Bollenberg, Auszubildender im dritten Lehrjahr, hatte nicht nur seine Probleme mit immer wieder kehrenden Pickeln, auch seine einhundertvierundvierzig Kilo Lebendgewicht waren nicht die Eintrittskarte in die Welt der

schönen Frauen. Wie grausam sein Schicksal auch war, er verliebte sich unsterblich in die Tochter des Chefs, die er für die böse Stiefmutter beseitigen sollte.

Sie hatte ihm Ruhm und Geld versprochen, womit er, wie ein ehemaliger Fußballmanager, sich alle Frauen der Welt kaufen könnte, wenn er nur wollte. Sie wollte jedes Gramm mit Gold aufwiegen!

Die Entscheidung, das geliebte Mädchen nicht zu töten, fiel ihm nicht schwer. Vielmehr aber verlangte sie von ihm, einen seiner sieben Cheeseburger zu opfern und der Auftraggeberin diesen als das Herz der Ermordeten zu präsentieren.

„Ich werde dich reich belohnen!“

„Oh, du zauberst meine überflüssigen Pfunde weg?“

„Na, nicht ganz so, aber hier ist ein Gutschein für die ”Watchers of zu viele Kilos”. Und ein Kuss.“

Bernie war hin und weg und tatsächlich begann er eine Diät. So quälte er sich durch Unmengen von grünem Salat, immer in der Hoffnung, doch einen Fetzen Fleisch zu finden. Während er dies tat, beobachtete er die beiden  Männer, die in offensichtlich konspirativer Absicht in „Ricks Cafe Africa-Asia” an einem Tisch hockten und Geheimnisse austauschten.

  Wenn er seine Herzensprinzessin erobern wollte, so war Bernie überzeugt, müsste er sie nur in einen langen Schlaf versetzen, bis er auf eine Adonisfigur herabgehungert wäre. Vorher jedoch wollte er diesen Mann beobachten, der ihm suspekt vorkam.

Bei seiner Körperfülle war das Wort „beschatten” wörtlich zu nehmen, sodass seine Überwachungsmaßnahme nicht ganz so glücklich verlief.

Der Mann in dem weißen Anzug bog in eine Gasse ein und lauerte Bernie auf.

Wie gesagt, ich hatte geplant, diesen Gothicschuppen aufzusuchen, aber nun hatte mich das Schicksal einfach beglückt. Zuerst glaubte ich, mein Vermieter hätte einen Schläger auf mich angesetzt, weil mein Mietkonto noch ein paar unvermeidliche Rückstände aufwies, aber dieser Brocken war kein Profi.

„So, Flossen hoch, sonst knallst.“ Wie üblich hatte ich meinen Revolver blitzschnell zur Hand, ein wahres Monstrum, Modell Dirty Harry.

„Nicht schießen.“

„Wer bist du und was rollst du hinter mir her?“

Ich roch den Angstschweiß und steckte meine Taschenflak wieder ein.

Schnell kam er mit der Sprache heraus. Aha. Man wollte also doppeltes Spiel mit mir treiben. Hatte ich nicht schon gesagt, dass mir die ganze Sache merkwürdig vorgekommen war? Was steckte hinter der Fassade dieser Frau mit dem nackten Fuß? Alles in allem war mir klar, es gab eine Verschwörung, die „Kronkorkenverschwörung”.

Mir fiel es wie Schuppen von den Augen, na sicher, der Secret Service war auch beteiligt. Die Bestellung des Mannes am Nebentisch hatte ich doch schon einmal gehört: „Martini, geschüttelt und nicht gerührt.“

„Also, wo hast du die Kleine ausgesetzt?“

„Eine Raststätte kurz hinter dem Kamener Kreuz. Ich weiß wirklich nicht, wo sie hinwollte. Glauben Sie mir bitte!“ Der Schwabbel erinnerte mich an eine Mischung von Godzilla und Joda und das war nun wirklich kein Killertyp. Ich empfahl ihm, sich aus der Sache herauszuhalten und ließ ihn gehen. Nun war Pfeffer in der Sache und ich hatte Blut geleckt.

Kaum hatte sich mein Verfolger von mir abgewandt, raste ich ihm hinter her.

Cool, der Typ, natürlich war das Meat Loaf und ich wollte ein Autogramm.

Irgendetwas jedoch versetzte ihn in Panik, er rannte auf die Straße und prallte mit einer schwarzen Pferderkutsche zusammen, auf deren Bock ”aber niemand saß. Dumm gelaufen, dachte ich, mit Kutscher wäre das nicht passiert.

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