tägliches literarisches Blogjournal mit Lyrik und Prosa
In den Tiefen der Gruft
im Tal der Toten
verborgen vom Sonnenlicht
bewohnt er seine Zuflucht
fleht still nach dem Roten
ohne dem es nicht geht.
Der Fluch, so alt wie der Wunsch
nach dem ewigen Leben
hält ihn gefangen, kein End in Sicht
er raubt den Saft
er fühlt die neue Kraft
die so schnell vergeht, alles vergebens.
Unsterblich zu sein in jeder Lage
Einsamkeit ist der Preis, die Götterplage
Zu Wissen, dass nur der Tod Erlösung bringt
mit dem hat er gerungen und ihn besiegt
nimmt ihm die Freude und trübt die Augen
zu kosten von des Triumphes bitteren Trauben.
So hastet er Nacht für Nacht
gepeinigt von dem Verlangen
und ein schwarzer Mond wacht
über seinem letzten Gefangenen
über den, der dem Tod so stur betrogen hat
ohne Erlösung von eben dem, hat er Leben satt.