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tägliches literarisches Blogjournal mit Lyrik und Prosa

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Stefan Zawilla: Zehn vor Zwölf

 Ich weiß es nicht, wie oft

in dieser langen Nacht

hatte ich gehofft

ich wär’ nicht mehr aufgewacht

hätt’s Licht nicht angemacht.

 

 

Doch leider war’s mir nicht vergönnt

meine Ruhe noch zu sichten

Gott hatte mich verpönt

Ich soll, ich muss dichten.

 

Was ich als Straf’ empfinde,

das findet Gott gelinde

und was ich halt für Hohn

dazu sagt er Lohn.

 

 

 

Warum muss ich reimen

wenn ich doch will schlafen

fast scheint’s die Verse keimen

nur um mich zu strafen.

 

 

 

Das ist dann mein Schicksal

lässt sich wohl nicht ändern

ich habe keine Wahl

und leb’ mit Augenrändern.

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